Bad Meinberger Kirche

Die Geschichte der  Dorfkirche in Bad Meinberg

kirche-bad-meinbergDie Vorgeschichte der Meinberger Kirche reicht bis in die Zeit Karls des Großen. Unter Kaiser Karls drittem Sohn und Nachfolger, Ludwig dem Frommen, wurde im Jahr 822 von dem französischen Kloster Corbie das berühmte, inzwischen  als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannte Kloster Corvey bei Höxter an der Weser gegründet. Corveyer Mönchen haben damals als erste eine Kirche in Meinberg gebaut. Auf der Anhöhe über dem Werregrund. Der genaue Zeitpunkt lässt sich nicht feststellen. Der Ortsname „Meynburghun“ taucht allerdings erst 978 zum ersten Mal in den Corveyer Annalen auf.

Da der erste Kirchbau wohl aus Holz war, wurde nach einiger Zeit ein neuer Bau errichtet.  Um 1146 entstand  das Ost-West-Schiff der jetzigen Dorfkirche. Die außerordentlich starken Mauern und Gewölbe sowie der an einen Wehrturm erinnernde Turm weisen auf die spätromanische Zeit des 12. Jahreshunderts hin. Damit ist die Meinberger Kirche über 870 Jahre alt und gehört zu den ältesten Kirchen des Lipperlandes.  Im Jahre 1541 zog die lutherische Reformation hier ein. 1605 schloss man sich – wie weithin in Lippe   –  dem evangelisch-reformierten Reformation an. Ein besonderes Merkmal reformierter Kirchen ist ihre Schlichtheit im Innern.  Die Gottesdienste sind auf die Verkündigung des Evangeliums zentriert. Von daher erklärt sich die zentral angeordnete Kanzel.

1736 wurden Kirche und Turm renoviert, die Kirche bot Platz für „127 Manns- und 107 Frauenstühle“. Mit dem wachsenden Kurbetrieb in Meinberg wurde die Dorfkirche allmählich zu klein. Unter Wahrung des romanischen Baustils erfolgte im Jahre 1882 ein Anbau nach Süden, und außerdem 1928 ein weitere Anbau nach Norden. 1966 wurde der südliche Anbau noch einmal vergrößert (zur Orgel hin).  Damit bildet die Dorfkirche eine Kreuzform. Sie bietet Platz für etwa 500 Besucher. Sie ist das älteste Gebäude in der Stadt Horn-Bad Meinberg.