Ein äußerst informativer Ausflug zum Gut Herberhausen

Der Heimatverein Bad Meinberg e.V. besuchte am Montag, 09.10.17, von 15.00 bis 17.30 Uhr das ehemalige Rittergut Herberhausen in Detmold. An der vom Vorstandsmitglied Horst Adam gut organisierten Veranstaltung nahmen 18 Personen teil. Nach der Begrüßung durch die Leitung des Hauses der Kirche, Frau Olga Eikmeier und Kollegin, unternahm die Gruppe einen Rundgang über das Gutsgelände. Hierbei erläuterte Herr Erhard Friesenhahn, ehemaliger verantwortlicher Mitarbeiter der Stadt Detmold, die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude wie Speicher, Torhaus, Wohnhaus und Kuhstall.
Als erfahrener Sachkenner wusste er viel zur Geschichte des ehemaligen Rittergutes und zum Denkmalschutz zu berichten. Die Besucher erfuhren darüber hinaus auch Einzelheiten über das Projekt „Möbelspende …. von Hand zu Hand“ im ehemaligen Kuhstall. Möbel können dort gespendet werden, die dann an Menschen ausgegeben werden, die Sozialleistungen zur Grundsicherung beziehen und die dies mit entsprechenden Dokumenten belegen können. Weitere wichtige Hinweise wurden später zum Gartenpavillon, Friedhof und den Arbeiterhäusern gegeben.
Bei Kaffee und Kuchen führten Frau Eikmeier und Herr Friesenhahn noch Näheres zum Stadtteilzentrum Gut Herberhausen aus.

ausflug2Zur Verbesserung der sozialen Situation und baulichen Infrastruktur kaufte die Stadt Detmold 1998/1999 das ehemalige Rittergut Herberhausen und baute es um. Unter Denkmalschutzkriterien entstanden auf der Gutsfläche u.a. das Haus der Kirche, ein Jugendzentrum, ein Zentrum für Beratung und Gemeindearbeit, ein Stadtteilbüro und die Werkstatt eines Beschäftigungsträgers. Das Haus der Kirche befindet sich in der Trägerschaft der Lutherischen Gemeinde und der Ev.-ref. Gemeinde Detmold-Ost.
Es geht hier um Gemeinwesenarbeit in einem Ort, der zu 90 % von Migranten (vormals von Soldatenfamilien der britischen Armee) bewohnt wird. Sozialberatung, Sprachunterricht, Integrationsarbeit und interkulturelle Veranstaltungen spielen deshalb eine große Rolle. Es gibt aber auch immer wieder Projekte für unterschiedliche Zielgruppen.

Das Haus der Kirche ist Stützpunkt für diejenigen, die Hilfe und Impulse für ihr Leben benötigen und nach Aktivitäten suchen.
Nach und auch zwischen den Ausführungen entwickelte sich eine äußerst lebhafte und abwechslungsreiche Diskussion, die insbesondere Fragen des Denkmalschutzes genauso zum Inhalt hatte wie die vielen sozialen und sehr aktuellen politischen Fragen.

Am Ende des Besuches dankten die Teilnehmer den Verantwortlichen für einen äußerst informativen und anregenden Nachmittag.